Paul Auer

 

Geboren und aufgewachsen in Kärnten, während der Neoliberalismus die Weltherrschaft übernahm. Dorthin zieht es den Wiener Bummelstudenten i. R. immer wieder und immer öfter – nach Kärnten, weniger zur Weltherrschaft. Seine diesbezüglichen Bedürfnisse lebt er nach dem Scheitern (eigentlich: sich-dagegen-entschieden-haben) kindlicher Berufswünsche wie milliardenschwerer Konzernvorstand, lässiger ORF-Generalintendant oder väterlicher Landeshauptmann als Schriftsteller aus. Ist tatsächlich gesünder und besser fürs Karma, muss er so doch nicht seine Freiheit, seinen guten Geschmack oder seine Integrität opfern. Sein literarisches Vorbild wäre ein Homunkulus mit Anteilen von Edgar Allan Poe, Joseph Roth, Michail Bulgakow, Heimito von Doderer, Leo Perutz und Peter Handke. Er arbeitet beständig, mit unterschiedlicher Konsequenz und wechselndem Erfolg, an dessen Erschaffung.

Nach zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften erschien 2017 im Wiener Septime-Verlag sein erster Roman „Kärntner Ecke Ring“. Wegen des zum Teil pikanten Inhalts dürften sich die Posten als Konzern-, ORF- oder Landeschef nun wirklich nicht mehr ausgehen. Macht nichts. Paul Auer lebt, schreibt und herrscht auch so ganz gut in Wien, wo er gerne die Menschen, und Millstatt, wo er gerne den See beobachtet. Beides am liebsten mit einer Katze am Schoß und einer Haube am Kopf.

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