Herbert Flattner

Herbert Flattner, geb. 18. Februar 1933 in Klagenfurt, Bundesbeamter i. R., Kindheit überwiegend „am Flatt“, in einem weltabgeschiedenen Bergbauernhof auf den Gurktaler Höhen. Häufiger Berufs- und fünfundzwanzigmaliger Wohnsitzwechsel. Im vergeblichen Suchen nach etwas mehr Freizeit für seine literarischen Anliegen war er u. a. Büroangestellter, Buchdruckmaschinenmeister, Donaumatrose, Metallgießer, Zöllner, Steueraufsichtsbeamter, Fachinspektor einer mit der Bewertung von Liegenschaften befassten Dienststelle. Die 1967 durch einen Zufall bedingte Vorlage einiger Manuskripte bei einem deutschen Verlag erbrachte erste Publikationen in einer siebenbändigen Buchreihe und alsbald weitere Veröffentlichungen in Deutschland, der Schweiz und in Luxemburg, sowie in Literaturzeitschriften mehrerer amerikanischer Universitäten. Auf Initiative der Schriftstellerin Ida Weiß schließlich auch erste Abdrucke in Österreich. Seither zahlreiche Veröffentlichungen (u. a. infolge Annahme mehrerer seiner Arbeiten durch internationale Literaturagenturen in Deutschland) in Anthologien, Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunksendungen. Flattner schreibt Lyrik, Balladen, Kurzprosa, Aphorismen, Haiku und Mundart.

Veröffentlichungen: 1978 „Gurktaler Gschichtn“, Mundarterzählungen, 3. erweiterte Auflage 1996 durch die Kärntner Druck- und Verlagsgesellschaft, Klagenfurt; 1979 „Viel Brünnlan und Weg“, Mundartgedichte, Verlag Welsermühl, Wels; 1997 „Elmsfeuer“, Gedichte in Schriftsprache, Edition Mosaic, Dublin – New York – Vienna; 2002 „Aus der Hoamat ihrn Brünnlan“, Lieder und Balladen aus Kärnten, sämtliche Texte dieses durch Josef Inzko vertonten Liederbuches, Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt. Der FIDIBUS (Zeitschrift für Literatur und Literaturwissenschaft des Kärntner Bildungswerkes, Schriftleitung: Günter Kanzian) widmete Flattner drei Monografien. Übersetzungen ins Englische, Französische, Rumänische und Japanische. Er wurde neben Peter Handke als einziger Kärntner Autor in eine von der französischen Zeitschrift „Dokuments“ 1975 durchgeführte Enquete miteinbezogen. Seine in aphoristischer Form gebrachten Beiträge erschienen kurz danach in französischer Übersetzung, in dem von der Universität Nizza (Hrsg. Univ.-Prof. Jean Philippon) veröffentlichen wissenschaftlichen Werk „L’Espace Culturel Franco-Allemand“. Vertonungen von etwa 200 Gedichten und Texten vorwiegend durch Prof. Josef Inzko, aber auch durch Prof. Gretl Komposch, Dieter Fleiß, Prof. Hans Streiner. In Wien durch den Komponisten und Musiker Erich H. Waldmann, ehemaliger Korrepetitor an der Staatsoper und am Burgtheater. Aufführungen in Kärnten, Wien, Ober- und Niederösterreich, Tirol, der Steiermark, sowie am Salzburger Mozarteum. Schallplatten- und CD-Aufnahmen. Die jüngste Buchveröffentlichung aus dem Jahr 2009 mit dem Titel „De Muattarspråch“ (Gedichte, Erzählungen, Sprüche und Redensarten inklusive umfangreichem Wörterverzeichnis) erschien im Memoiren-Verlag Bauschke, Glödnitz.

Flattner ist Mitglied des Kärntner Schriftstellerverbandes und des Verbandes österreichischer Textautoren (VOET) in Wien.

Preise und Auszeichnungen: 1967 und 1968 zwei Förderpreise des Verlages Beer, Stadthagen (Deutschland). 1971 Sonderpreis für Lyrik und Prosa der Arbeitsgemeinschaft junger Publizisten e. V., Bünde (Deutschland). 1992 Anerkennungspreis der Österreichisch-Japanischen Gesellschaft, Wien. 1994 Ehrenkrug der Dichtersteingemeinschaft Zammelsberg. 1998 Würdigung in „Das Goldene Buch von Gurk“. 2003 Herbert-Flattner-Straße in Straßburg, Goldenes Ehrenzeichen mit Lobisser-Urkunde des Kärntner Bildungswerkes. Aufnahme in das Standardwerk von Prof. Dr. Kurt Adel „Die Literatur Österreichs an der Jahrtausendwende“ (Peter Lang GmbH Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Wien).

(Aus: Herbert Flattner „Am Brunnen der Zeit“ (2003; Kärntner Druck- und Verlagsgesellschaft Klagenfurt, Hrsg. Kulturring Schloss Straßburg; mit Ergänzungen bis 2009.)

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