Was mich hält

von Dagmar Cechak

 

Auf dem Seil des Lebens tanzen. Mit anmutigen Schritten einen Fuß vor den anderen setzen, die ungeheure Freiheit genießen, mit den Zehen in der Luft.

Und immer wieder den Fuß niedersetzen auf schmalem Pfad und lächeln. Die Arme ausbreiten und spielerisch die eigene Schwingung aufnehmen und ausrichten auf das Ziel.

Den Wind umarmen, der mich liebkost, mein Haar bewegt, und lächeln. Und weiter einen Fuß vor den anderen setzen und gehen auf dem schwankenden Seil und die Arme ausbreiten, nicht spielerisch mehr, zu stark wird der Wind. Und fühlen die Böe, sie reißt am Gewand, sie zaust das Haar und zu dir blicken am anderen Seil, ganz nah neben mir, so fern. Und verankern den Blick in dir und fühlen, was mich hält und ausbalancieren und weitergehen und trotzen dem Sturm und lächeln.

Die Hände ausbreiten, die Finger spreizen und recken zu dir, die Wärme deiner Fingerspitzen fühlen, sie leise berühren, gemeinsam schwingen auf dem Seil für einen strahlenden Moment und wieder den eigenen Rhythmus finden und tanzen auf dem Seil des Lebens, vorangehen, Schritt für Schritt mit ausgebreiteten Armen, die Zehen erkunden den Pfad in der Luft. Und tanzen und sehen, wie der Sturm die Wolken verschiebt.

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