ich war vier

von Christine Tidl

ich war vier

als ich den steinernen fischer küsste

ihn mitnahm zum see wo

der lindwurm schäumte

kaum dass ich eintauchte ins

magische blau

ihn mir zur seite hielt

ich den gelbglühenden

augen unter dem tisch

mein stoppelgewehr

mutig entgegen

wand mich durch

langfingrige schatten die nachts

nach mir griffen und floh vor dem

hund auf die birke

bis mein könig mich abhob

nach dienstschluss

 

ich war fünf

als ich den steinernen fischer küsste

zum abschied

 

ich stehe vor ihm

sehe jetzt die schatten am tag

will mich nicht beugen

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